Naturschutz-PR für den Straßenbau

Leserbrief zu den Beiträgen Drei Millionen für den Artenschutz im Starnberger Merkur vom 12. Mai 2017 und Modellwald an der Umfahrung in der Süddeutschen Zeitung vom 12. Mai 2017

In einer dreisten PR-Aktion feiert das Straßenbauamt Weilheim seine großartigen Verdienste für den Umwelt- und Naturschutz im Rahmen des Baus der Weßlinger Umgehungsstraße. Der Bund Naturschutz, der einen großen Teil der umfangreichen Maßnahmen nur über jahrelange Grabenkämpfe gegen die Umfahrungslobby durchsetzen konnte, wird dabei nicht einmal erwähnt. Völlig absurd wird sogar suggeriert, es ergäbe sich letztlich eine Aufwertung für das weiträumig durch Lärm und Abgase zerstörte FFH-Naherholungsgebiet. Warum lassen sich Bürgermeister Muther, Förster Mergler und die Lokalpresse bereitwillig vor den Karren einer Behörde spannen, welche die haarsträubend rückwärtsgewandte Verkehrspolitik von Bund und Land bekanntlich ganz besonders gewissenhaft umsetzt und noch immer den Neu- und Ausbau von Kfz-Straßen als Lösung aller Verkehrsprobleme propagiert?

Gerhard Hippmann
Mobilitätswende Weßling

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