Archiv der Kategorie: Zitate

Der motorisierte Individualverkehr ist nicht nur schlecht für Umwelt und Gesundheit, braucht viel zu viel Platz und fordert zu viele Todesopfer, er ist zudem auch noch das Produkt einer verlogenen und amoralischen Industrie, die ihre Kunden belügt und alle anderen vergiftet.

Aus dem Artikel Radfahren ist mein Gebet von Hannes Leitlein in der Zeit am 22. Juni 2018.

Wir sind in einem hohen Maße abhängig von Autos – selbst in den Zentren. Das, was wir hier derzeit machen, lässt sich global nicht übertragen, das ist nicht zukunftsfähig. Diese Herumfahrerei wird vom Energiebedarf bis zu den Umweltfolgen nicht auszuhalten sein für den Planeten.

Aus dem Interview Wir brauchen eine Mobilitätswende mit Prof. Helmut Holzapfel im Weser Kurier vom 19. Juni 2018.

Eine Flugreise ist ökologisch so ziemlich das schlimmste Verbrechen, das eine einzelne Personen anrichten kann. Die Klimagasemissionen erwärmen die Erde mit verheerenden Folgen für Ökosysteme und Artenvielfalt. Fluglärm und Schadstoffe kommen noch dazu. Die Folgen sind tödlich.

Aus dem Kommentar Eine Flugreise ist das größte ökologische Verbrechen von Catherine Hoffmann in der Süddeutschen Zeitung vom 30. Mai 2018.

Unabhängig von der Art der Kategorisierung und der Maßnahme sollten immer Maßnahmenpakete mit attraktivierenden, „positiven” Elementen und mit deattraktivierenden, „negativen” Elementen zu einem Push&Pull-Maßnahmenpaket zusammengefügt werden. Dieses Vorgehen wird auch mit den Begriffspaaren „carrot and stick” bzw. „Zuckerbrot und Peitsche” bezeichnet. In jedem Fall werden beliebte, aber weniger effektive Maßnahmen und unbeliebte, aber sehr effektive Maßnahmen miteinander kombiniert. Damit erhält man umsetzungsfähige und wirksame Maßnahmenkonzepte, deren Wirksamkeit deutlich über die Wirkungen der Einzelmaßnahmen hinaus geht.

Aus dem Buch Grundwissen Verkehrsökologie von Udo J. Becker, 2016.

Eine unzerstörte Landschaft findet man heute bevorzugt in Tourismusprospekten und in der Automobilwerbung. Dort stehen die neuesten Automodelle auf Almwiesen oder sind auf kleinen Nebensträsschen unterwegs. Eine pervertierte Darstellung, in der die Täter ihr Opfer auch noch als Kulisse missbrauchen.

Aus dem Positionspapier Bessere Mobilität des Bund Naturschutz in Bayern e.V.

Durch unsere Arbeit bringen wir eine Bewegung für eine andere Mobilitätskultur ins Rollen. Eine Mobilität, die Menschen voran bringt, ohne ihnen zu schaden. Eine Mobilität bei der Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität im Mittelpunkt stehen. Darauf sind wir stolz.

Aus einem Brief der Bundesgeschäftsführerin Carolin Ritter an die Mitglieder des VCD Webseite vom 15. Februar 2018.

Wir müssen einen fundamentalen Irrweg korrigieren: Die Tatsache, dass wir es heute für akzeptabel halten, wenn täglich Millionen Menschen allein in fünfsitzigen, anderthalb Tonnen schweren, Gift und CO2 ausstoßenden, jährlich tausendfach tötenden Maschinen herumfahren. Maschinen, die ihrerseits wiederum 23 von 24 Stunden pro Tag herumstehen und damit für ein menschheitsgeschichtlich einmaliges Ausmaß an Flächenversiegelung und Platzverschwendung sorgen. Wir müssen uns die Welt von den Autos zurückholen.

Aus dem Beitrag Holen wir uns die Welt zurück! von Christian Stöcker auf Spiegel Online am 18. Februar 2018.

Einen SUV zu fahren ist Ausdruck einer Nach-mir-die-Sint­flut-Haltung, die sich besten­falls noch naiv gibt. Die opti­sche, akus­ti­sche und ener­ge­ti­sche Aufrüs­tung des Indi­vi­du­al­ver­kehrs fügt sich nahtlos ein in den Prozess der schlei­chenden Entso­li­da­ri­sie­rung und Priva­ti­sie­rung des öffent­li­chen Raums. Im Design der klobigen Gesamt­form und der aggres­siven Front ist jene gesell­schaft­liche Bruta­lität aufge­spei­chert, die jene dazu treibt, es den anderen noch einmal vor Augen zu führen.

Aus dem Beitrag Autofahren im Design des Neoliberalismus: das SUV von Markus Caspers auf Geschichten der Gegenwart am 17. Januar 2018.

Während das Kraftfahrzeug brachial Raum und Leben fordert und das Klima schädigt, ermöglicht das Fahrrad neben dem Zufußgehen die natürlichste und raumschonendste Art, vom Fleck zu kommen. Besser noch, wir Pedalisten verbrennen dabei ausschließlich das körpereigene Fett.

Aus dem Lexikon übers Radfahren Problemradler von Johann-Günther König in der Freitag Ausgabe 19/2017.

Das private Verkehrsaufkommen im Landkreis und Gemeinden muss vor dem Hintergrund einer erfolgreichen Umsetzung der vom Kreistag im Jahr 2008 beschlossenen „Energieautarkie” bis 2035 drastisch reduziert werden.

Aus dem Antrag Vision Mobilität 2020 der CSU-Kreistagsfraktion vom 3. März 2017.