Archiv der Kategorie: Zitate

Wir brauchen den Ausstieg aus der Autoindustrie so wie den aus der Atomwirtschaft. Als kriminelle Vereinigung, die Abgaswerte manipuliert und damit die Gesundheit der Menschen zerstört, und die alle Versuche blockiert, klimaschädliche Treibhausgase zu beschränken, beleidigt sie die Intelligenz und die Moral jener Millionen Menschen, die in Deutschland für sie arbeiten.

Aus dem Beitrag Von der Absurdität des Autos von Fred Grimm in Schrot & Korn 2015/12.

Wenn man nach Belegen sucht, wie die Propaganda der Nazis auch nach dem Krieg noch gewirkt hat, muss man sich mit der Verkehrspolitik beschäftigen.

Aus dem Buch Goodbye Auto von Carsten Otte, 2009.

Dazu gehört schon einiges an galoppierender Demenz: Als kleine Minderheit von zehn Prozent das Doppelte von dem zu verbrauchen, was der Planet nachwachsen lassen kann, und dann auch noch den Rest der Welt fröhlich aufzufordern: „Kommt, macht alle mit!”

Aus dem Buch Die ganze Wahrheit über alles von Sven Böttcher und Mathias Bröckers, 2016.

Auf dem Fahrrad kann der Mensch sich drei- bis viermal schneller fortbewegen als der Fußgänger, doch er verbraucht dabei fünfmal weniger Energie. Auf flacher Straße bewegt er ein Gramm seines Gewichts einen Kilometer weit unter Verausgabung von nur 0,15 Kalorien.

Das Fahrrad ist der perfekte Apparat, der die metabolische Energie des Menschen befähigt, den Bewegungswiderstand zu überwinden. Mit diesem Gerät ausgestattet, übertrifft der Mensch nicht nur die Leistung aller Maschinen, sondern auch die aller Tiere.

Unter allen Fahrzeugen erlaubt nur das Fahrrad dem Menschen wirklich, von Tür zu Tür zu fahren, wann immer, und über den Weg, den er wählt. Der Radfahrer kann neue Ziele seiner Wahl erreichen, ohne daß sein Gefährt einen Raum zerstört, der besser dem Leben dienen könnte.

Fahrräder ermöglichen es dem Menschen, sich schneller fortzubewegen, ohne nennenswerte Mengen von knappem Raum, knapper Energie oder knapper Zeit zu beanspruchen. Er benötigt weniger Stunden pro Kilometer und reist doch mehr Kilometer im Jahr. Er kann den Nutzen technologischer Errungenschaften genießen, ohne die Pläne, die Energie oder den Raum anderer übermäßig zu beanspruchen. Er wird Herr seiner Bewegung, ohne die seiner Mitmenschen wesentlich zu beeinträchtigen. Sein neues Werkzeug schafft nur solche Bedürfnisse, die es auch befriedigen kann. Jede Steigerung der motorisierten Beschleunigung schafft neue Ansprüche an Raum und Zeit. Die Verwendung des Fahrrads beschränkt sich von selbst.

Aus dem Narrenlob des Fahrrads im Essay Energie und Gerechtigkeit von Ivan Illich, 1973.

Wer auf einem Planeten, auf dem alle fünf Sekunden ein Kind unter zehn Jahren verhungert, Anbauflächen für Nahrung ihrem Zweck entfrendet und Lebensmittel als Kraftstoff verbrennt, begeht ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Aus dem Buch Wir lassen sie verhungern von Jean Ziegler, 2011.

Das „Elektro“-Label wird zum Freibrief für fast alles, dessentwegen Autos zu Recht in Verruf sind. „Elektro“ wird Alibi für generelles „Weiter so“, gerichtet nicht nur gegen die überfällige Verringerung des Autoverkehrs, sondern auch gegen eine nachhaltige Mobilität des Miteinander.

Aus dem Beitrag Liegt die Zukunft in Elektro-Sauriern? von Helmut Holzapfel und Wolfgang Lohbeck auf Postwachstum.de am 21. September 2016.