Carsharing

Betriebsmodelle

Energiegenossenschaft Fünfseenland & Stattauto

Das Modell der EGF läuft in Kooperation mit STATTAUTO München, d. h. Buchung und Tarife laufen über STATTAUTO. Die EGF stellt das Auto, baut eine Ladesäule und übernimmt Wartung und Pflege. Der Stellplatz und der Strom kommen im Idealfall von der Gemeinde. Als Fahrzeuge werden Elektrokleinwagen (Renault ZOE) eingesetzt, die die EGF zu günstigen Konditionen neu kauft. Die EGF hat so in Starnberg (mit Wohngenossenschaft) und Pöcking (mit der Gemeinde) erste Carsharing-Projekte umgesetzt.

Um das Umsatzrisiko vor allem in den ersten Jahren zu decken müssen entweder anfallende Defizite übernommen werden (z. B. von der Gemeinde) oder ein oder mehrere Grundverbraucher gefunden werden, die bestimmte Zeitslots regelmäßig buchen und dadurch einen fixen Minimalumsatz garantieren. Idee hierfür wären Gemeinde, Nachbarschaftshilfe oder Apotheke, oder auch mehrere private Haushalte, die gegen einen fixen Monatsbeitrag ein Freikontingent bekommen.

Carsharing Königsbrunn

Carsharing Königsbrunn hat sich als eigener Verein organisiert und kümmert sich in diesem Rahmen selbst um Betrieb und Wartung der Fahrzeuge sowie um die Abrechnung. Da es aber Teil von Flinkster (Carsharingnetzwerk der Bahn) ist, laufen Buchung und Ermittlung der gefahrenen Kilometer über Flinkster. Das hat den Vorteil, dass es wie bei STATTAUTO möglich ist, in ganz Deutschland Flinkster-Fahrzeuge zu nutzen und App bzw. Telefonzentrale anbieten zu können. Aber natürlich kostet das auch: pro Auto zwischen 25 € und 50 € pro Monat. Der Zugang zum Fahrzeug erfolgt mit Zugangskarte, welche vom Bordcomputer erkannt wird. Der Schlüssel liegt im Handschuhfach.

Der Verein in Königsbrunn existiert seit acht Jahren und besitzt aktuell acht Fahrzeuge, die sich alle wirtschaftlich tragen. Wir hätten die Möglichkeit Teil des Vereins zu werden. Ein Nutzer müsste dann dort Mitglied werden (500 € Kaution, 40 € Aufnahmegebühr, 8 € im Monat). Wir müssten ein Auto und den zugehörigen Stellplatz einbringen. Außerdem bräuchten wir einen Verein oder eine Person hier vor Ort, die sich um die Wartung und Reinigung kümmern. Die gesamte Abrechnung erfolgt aber über Königsbrunn. Die Einnahmen würden an den Weßlinger Betreiber gehen, der auch alle Ausgaben übernimmt. Carsharing Königsbrunn erhält die Mitgliedsbeiträge.

Damit sich ein Auto trägt, müssen 250 € bis 300 € im Monat erwirtschaftet werden. Allerdings hat man als Betreiber auch immer die Möglichkeit das Fahrzeug normal zu nutzen. Die Nachbarschaftshilfe könnte beispielsweise ein bestehendes Fahrzeug einbringen und weiterhin für die aktuellen Fahrten nutzen. Der „einzige“ Effekt sind leicht höhere Fixkosten und die Möglichkeit mit der Vermietung Einnahmen zu generieren.

CarSharing Ammersee

CarSharing Ammersee orientiert sich sehr stark an dem erfolgreichen Verein Vaterstettener Auto-Teiler. Es haben sich mehrere unabhängige Carsharing-Vereine (Schondorf, Utting, Dießen) zusammen geschlossen. Ähnlich wie in Königsbrunn betreiben die Vereine die Fahrzeuge selbst. Allerdings sind sie dort nicht Teil eines großen Verbunds wie Flinkster. Dadurch sparen sie entsprechend die Fixkosten für die Beiträge, Vieles ist aber „manueller“: Die Buchung erfolgt über das Online Tool El-Cato, das in Vaterstetten entwickelt wurde. Die Schlüssel sind in sog. Keyboys, also in an einer Wand befestigten abgeschlossenen Kästchen.

Das Modell läuft seit knapp zwei Jahren und umfasst aktuell acht Fahrzeuge in den drei Orten. Auch Schondorf bietet eine Kooperation an, die ähnlich wie die Kooperation mit Königsbrunn gestaltet werden könnte.

Vaterstettener Auto-Teiler

Das Modell des Vaterstettener Auto-Teiler e.V. läuft schon seit fast 20 Jahren und ist mit 45 Autos sehr erfolgreich. Im Wesentlichen gleicht es dem Ammersee-Modell. Wir versuchen einen Vertreter zum nächsten Treffen der Carsharing-Interessierten einzuladen, um mehr zu erfahren.

Standorte

In allen Gesprächen hat sich bestätigt, dass es wichtig ist Standorte zu finden, die möglichst nah an den Nutzer:innen liegen, da diese und nicht Gelegenheitsnutzer wie Touristen oder Geschäftsreisende das Modell tragen. Unsere Carsharing-Bedarfskarte mit benötigter Fahrleistung/Monat macht günstig gelegene Standorte erkennbar:

Grundlastnutzer

Die Gemeinde hat aktuell leider kein Fahrzeug, das eingebracht werden kann, und auch keinen Bedarf eines regelmäßig zu nutzen. Allerdings ist das Interesse Carsharing zu fördern sehr hoch und die Bereitschaft vorhanden prinzipiell mit einem Stellplatz o. Ä. zu helfen.

Die Firma TQ-Systems hat derzeit kein Interesse an Carsharing-Fahrzeugen in Weßling.

Die Nachbarschaftshilfe hat großes Interesse sich beim Carsharing zu beteiligen, sowohl als Nutzer (z. B. für die Tagespflege wird regelmäßig ein Auto benötigt, das sonst kaum gebraucht wird) als auch als Betreiber. Dafür wäre aber auch ein Auto das sich zum leichten Ein- und Aussteigen und eventuell sogar für Rollstuhlfahrer eignet wichtig. Die NBH könnte auch ein eigenes Auto einbringen. Der Standort wäre dann am Seehäusl.

Ebenso hat der Gasthof Il Plonner Interesse bekundet, Carsharing zu unterstützen. Catering-Lieferfahrzeuge sind in der Regel nur werktags bis 14 Uhr im Einsatz, könnten also außerhalb der Lieferzeiten geteilt werden.

Die Gemeindeverwaltung prüft derzeit, ob sie einen passenden Bedarf als Grundlastnutzer hat.

Mietwagen

Wer nur gelegentlich ein Auto braucht, kann den Mietwagenservice des Autohaus Widmann nutzen. Das Angebot reicht vom Kleinwagen (50 €/Tag) bis zum Transporter (85 €/Tag).

Präsentation

Präsentation vom Treffen am 15. Oktober 2020.

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