Archiv für den Monat: Juni 2018

Fortschritte auf dem Weg zur radlfreundlichen Gemeinde

von Gerhard Hippmann für Unser Dorf heute

Die Radlabstellanlage am Bahnhof genügt längst nicht mehr den heutigen Anforderungen.

In vom Kfz-Verkehr geplagten Kommunen können Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit durch fahrradfreundliche Infrastruktur erheblich verbessert werden. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis mobil & lebenswert und durch lobenswerte Unterstützung des Gemeinderats konnte die Mobilitätswende in den letzten Monaten die folgenden Maßnahmen anstoßen, welche große Fortschritte auf dem Weg zur radlfreundlichen Gemeinde darstellen.

Wie bereits in der letzten Ausgabe berichtet, hat der Gemeinderat die Einrichtung zweier Fahrradstraßen „Bahnhof” (vom Sportplatz zum Maibaum) und „Pfarrstadel” (vom Uferweg zur Ettenhofener Straße) beschlossen. Mittlerweile kam auch von der Unteren Verkehrsbehörde grünes Licht, sodass der Umsetzung nichts mehr im Wege steht. Zu Redaktionsschluss war noch nicht bekannt, wann die Gemeindeverwaltung zur Tat schreiten wird.

Exkursion von Mobilitätswende-Aktiven mit
Radlständer-Praxistest.

Der sehnlichste Wunsch der meisten Radlerinnen und Radler in unserer Gemeinde ist sicherlich die Erneuerung der qualitativ und quantitativ unzureichenden Fahrradabstellanlagen am Bahnhof. Nachdem im Februar bekannt wurde, dass der Bahnhof erst 2026 barrierefrei umgebaut wird, und zudem der Fördersatz für Bike+Ride-Anlagen in 2018 auf 75 % erhöht wurde, nahm sich der AK mobil & lebenswert dieser Sache an. Mittlerweile liegen Konzeptplanungen in mehreren Varianten vor, die genügend viele Abstellplätze mit sicherem Stand, ausreichendem Seitenabstand, Rahmenansperrmöglichkeit, Überdachung und Beleuchtung bieten. Nach Abstimmung mit dem Ortsbildbeirat soll der erste Teil der Maßnahmen noch vor der Sommerpause im Gemeinderat beantragt und noch in diesem Jahr realisiert werden. Der zweite Teil ist für nächstes Jahr vorgesehen. Falls möglich sollen die alten Überdachungen für die Flüchtlingsunterkünfte weiterverwendet werden. Drücken Sie mit uns die Daumen, dass alles so klappt!

Auch die Radlabstellanlage des Weßlinger Schulhauses wird demnächst bedarfsgerecht erweitert und aufgewertet. Hier sind zusätzlich 24 Rollerständer und zwölf hochwertige, überdachte Radlständer geplant.

Seit vielen Jahren versucht die Mobilitätswende, einige rotmarkierte Radwegfurten im Gemeindegebiet durchzusetzen. Genauso wie Fußgängerüberwege (Zebrastreifen) werden diese im Landkreis Starnberg allerdings von Landratsamt, Straßenbauamt und Polizei stets mit merkwürdigen Begründungen abgelehnt. Dank ausdauerndem Einsatz der Verwaltung ist es nun endlich gelungen, eine erste Markierung über die Einfahrt zum Aldi anzubringen. Um drei weitere Furtmarkierungen (Buchenweg, Nelkenweg, Neuhochstadter Straße) wird weiter gerungen.

Fehlende Bordsteinabsenkung beim Edeka.

Auch beim Thema Bordsteinabsenkungen tut sich jetzt erfreulicherweise etwas. Die Mobilitätswende hatte 2013 eine priorisierte Liste mit 28 fehlenden Bordsteinabsenkungen im Gemeindegebiet erstellt, von denen in diesem Jahr die wichtigsten barrierefrei umgebaut werden. Davon profitieren nicht nur radelnde und rollernde Kinder, sondern auch behinderte und mobilitätseingeschränkte Menschen.

Wie die umfangreiche Zusammenstellung zeigt, gibt es in unserer Gemeinde in Sachen Radlinfrastruktur zurzeit viel Bewegung in die richtige Richtung.

Eine Flugreise ist ökologisch so ziemlich das schlimmste Verbrechen, das eine einzelne Personen anrichten kann. Die Klimagasemissionen erwärmen die Erde mit verheerenden Folgen für Ökosysteme und Artenvielfalt. Fluglärm und Schadstoffe kommen noch dazu. Die Folgen sind tödlich.

Aus dem Kommentar Eine Flugreise ist das größte ökologische Verbrechen von Catherine Hoffmann in der Süddeutschen Zeitung vom 30. Mai 2018.