Archiv der Kategorie: Fahrradfreundliche Gemeinde

Infos und Aktionen zum Projekt: Weßling auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Gemeinde

Old-School-Verkehrsplanung für neue Schule

Nach jahrelanger Konzeption und Planung beschloss der Gemeinderat am 11. Mai die Verkehrsplanung für die neue Grundschule. Das Ergebnis ist enttäuschend, denn statt kindgerechter und menschenfreundlicher Gestaltung des öffentlichen Raums und nachhaltiger Mobilität steht die uneingeschränkte Nutzung durch Kfz jeder Größenordnung im Vordergrund.

Verkehrsplanung für die neue Grundschule (Norden bzw. Ortsmitte rechts im Bild)

Organisation und Standort

Es ist nachvollziehbar, dass sich der Schulbetrieb durch die Zusammenlegung der Schulhäuser an einen Standort einfacher und effizienter organisieren lässt. Doch hinsichtlich Mobilität entsteht dadurch der gravierende Nachteil, dass die Schule für einen großen Teil der Schüler:innen nicht mehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar ist. Dieses Problem wird durch den überhaupt nicht zentral gelegenen Standort am westlichen Ende der Gemeinde noch erheblich verschärft. So widersprechen Einhäusigkeit und Standort diametral dem klugen Konzept der Gemeinde der kurzen Wege, welches eine wichtige Voraussetzung für die notwendigerweise nachhaltige Mobilität der Zukunft darstellt.

Darüber hinaus sind durch die Standortwahl Konflikte mit dem Radverkehr zu erwarten, denn sowohl der Meilinger Weg als auch der Steinebacher Weg stellen hoch priorisierte Radrouten dar, welche zudem im Bereich des neuen Schulhauses abschüssig verlaufen. Sehr gefährlich für Radler:innen ist offensichtlich auch die Situation an der von der Hauptstraße den Meilinger Weg kreuzenden Parkplatzzufahrt für Kfz.

Kfz-Stellplätze und Fahrradabstellplätze

Stellplatzsatzungen wurden erfunden, um die Motorisierung zu fördern. In der Gemeinde Weßling gilt eine Stellplatzsatzung (bzw. die bayerische GaStellV), die diesbezüglich Nägel mit Köpfen macht: Für die Sport- und Grundschulanlagen fordert sie nicht weniger als 113 Stellplätze! Dieses offenkundig absurd hohe Maß wird im Bebauungsplan durch merkwürdige Zahlenspiele auf 71 reduziert, was zufällig der für Parkplätze maximal zur Verfügung stehenden Fläche entspricht. Doch auch damit wird es in Zukunft nahezu jederzeit ein Überangebot an Stellplätzen geben, das Sporttreibende, Eltern und Schulpersonal zur Anfahrt mit dem Auto einlädt.

Deutlich weniger großzügig wurden die Fahrradabstellplätze für die neue Schule geplant. Während an den bisherigen Schulhäusern in Oberpfaffenhofen und Weßling jeweils 36 überdachte Plätze zur Verfügung standen, enthielt die neue Planung nur 24 überdachte und 36 nicht überdachte Plätze. Durch eine nachträgliche Optimierung gelang es immerhin, erstere auf 30 zu erhöhen – was allerdings noch immer einen deutlichen Rückschritt für den Radverkehr darstellt.

Schulweg für Kinder

Das ursprüngliche Verkehrskonzept für die neue Schule ging von einer Vorstudie aus, nach der etwa 70 % der Schulkinder durch den östlichen Steinebacher Weg zur Schule gelangen. Um Gefährdungen durch Kfz-Verkehr zu vermeiden sah es vor, den Abschnitt zwischen Max-Doerner-Weg und der Hauptstraßen-Unterführung für den Kfz-Verkehr zu sperren. Für den Bring- und Holverkehr wurden stattdessen Längsparkplätze auf dem Parkplatz geplant, welcher nur über die Hauptstraße erreichbar ist.

Dieses schlüssige und kinderfreundliche Konzept wurde jedoch vom Gemeinderat mehrheitlich verworfen. Um Umwege für den Kfz-Verkehr zu vermeiden, wird der Steinebacher Weg nun doch nicht autofrei werden. Durch diese Fehlentscheidung entsteht ein attraktiver Rundkurs für Elterntaxis über nördlichen Meilinger Weg und östlichen Steinebacher Weg, sodass mit erheblichen Gefährdungen von zu Fuß gehenden und radelnden Schulkindern zu rechnen ist. Zudem liegen sowohl die offiziellen wie auch die inoffiziellen Elterntaxihaltestellen wesentlich näher am Schulgebäude als der selbst vom ADAC empfohlene Mindestabstand von 250 Metern.

Es ist freilich nicht ungewöhnlich, dass ein bayerischer Gemeinderat aus der Windschutzscheibenperspektive entscheidet. Im Fall der Grundschule kommt jedoch hinzu, dass auch der Verkehrsplaner in erster Linie die Belange des Kraftverkehrs im Blick hatte, anstatt nach kindgerechten Lösungen zu suchen. Dies zeigte sich insbesondere in seiner ablehnenden Haltung zur Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs im westlichen Steinebacher Weg sowie von Fußgängerüberwegen (Zebrastreifen) als Querungshilfen für die Schulkinder.

Fazit

Insgesamt ist die Verkehrsplanung der neuen Schule weder hinsichtlich Schulwegsicherheit noch bezüglich nachhaltiger und menschenfreundlicher Mobilität zukunftsweisend. Denn eine Gestaltung des öffentlichen Raums, durch die Kraftverkehr höchste Priorität genießt und schwache Verkehrsteilnehmer:innen wie Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und insbesondere Kinder an den Rand gedrängt werden, läuft der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung zuwider und ist somit ein Auslaufmodell. Nicht verkehrsgerechten Kindern, sondern kindgerechtem Verkehr gehört die Zukunft.

Erste Kidical Mass Weßling

Am letzten Samstag fand die erste Kidical Mass in Weßling statt. Bei sehr schönem Wetter demonstrierten 89 Kinder, Eltern und Großeltern für kinder- und fahrradfreundliche Mobilität in der Gemeinde Weßling. Höhepunkt war ein Radldemonstrationszug entlang der wichtigsten Schulwege zur neuen Grundschule. Anschließend sprach Dr. Tassilo Wanner in einer bewegenden und persönlichen Rede über Rücksicht und Nachhaltigkeit im Straßenverkehr. Nach der Kundgebung sorgte eine Hüpfburg für große Begeisterung bei den Kindern.

Die Kidical Mass fand an über 200 Orten in 15 Ländern statt. Übergeordnetes Ziel ist ein kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht. So entspringt die Kidical Mass der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung, nach der nicht mehr länger die Schwachen auf die Starken Rücksicht nehmen müssen, sondern die Starken auf die Schwachen achten. Von diesem Paradigmenwechsel ist der Straßenverkehr in Deutschland freilich noch meilenweit entfernt.

Außerdem wurden vier Forderungen für die Mobilität in der Gemeinde Weßling gestellt:

  1. Sichere Schulwege ohne Gefährdung der Kinder durch Kfz-Verkehr, besonders auch im Hinblick auf das neue Schulhaus
  2. Verkehrsberuhigte Bereiche in Wohnstraßen, sonst generell Tempo 30 innerorts
  3. Zügige Verwirklichung der Geh- und Radwege zwischen Oberpfaffenhofen und Unterbrunn sowie zwischen Hochstadt und Unering
  4. Vermehrte Schaffung von sichereren Straßenübergängen z. B. in Form von Fußgängerüberwegen (Zebrastreifen)

Die in den vergangenen Monaten entwickelte, primär an den Belangen des Kfz-Verkehrs orientierte Verkehrsplanung im Bereich der neuen Schule zeigt deutlich, dass auch vor Ort noch dicke Bretter zu bohren sind. Daher ist gut möglich, dass es weitere Kidical-Mass-Aktionen in Weßling geben wird.

Konstruktive Freinacht in Hochstadt

In der Weßlinger Straße in Hochstadt wurde am 1. Mai ein neuer einseitiger Schutzstreifen für Radfahrer:innen entdeckt. Offenbar handelt es sich dabei nicht um eine offizielle Verkehrsregelung, sondern um einen konstruktiven Freinacht-Scherz – danke für die Anregung!

Etwa vier Wochen zuvor war in der Gautinger Straße ein amtlicher Schutzstreifen markiert worden. Sicherlich besteht auch in der Weßlinger Straße der Bedarf für ein Angebot für den Radverkehr. Ein einseitiger Schutzstreifen ist allerdings nur auf ansteigenden Straßen begründbar, und für beidseitige Schutzstreifen ist die Weßlinger Straße leider nicht breit genug. Denkbar wäre hier eher, den Gehweg auf 2,5 m zu verbreitern und für den Radverkehr freizugeben. Auf diese Weise könnte eine der beiden Lücken der nicht nur für Grundschüler:innen benötigten Radroute zwischen Hort und neuer Schule geschlossen werden. Allerdings ist die zweite Lücke zwischen Vereinsheim und Ettenhofener Straße schwieriger behebbar, und die Zuständigkeit entlang der gesamten Kreisstraße STA 6 liegt nicht bei der Gemeinde, sondern beim Landratsamt.

Erster Fahrradschutzstreifen in der Gautinger Straße

In der vergangenen Woche wurde in der Gautinger Straße zwischen der Unteren Seefeldstraße (Apotheke) und dem Adelbergweg ein einseitiger Fahrradschutzstreifen markiert. Der Schutzstreifen wurde am 23. Februar 2021 vom Gemeinderat beschlossen, am 11. März 2022 erließ das Verkehrsmanagement des Landratsamts die verkehrsrechtliche Anordnung, und die Umsetzung erfolgte durch das Staatliche Bauamt Weilheim.

Den aktuellen Empfehlungen für Radverkehrsanlagen entsprechend weist der Schutzstreifen eine Breite von 1,50 m auf, sodass eine Restfahrbahnbreite von 4,50 bis 4,80 m verbleibt. Er wurde nur einseitig in Richtung Oberpfaffenhofen eingeführt, weil die Fahrbahn für eine beidseitige Ausführung nicht breit genug ist, und weil bergauf wesentlich größere Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Kfz- und Radverkehr auftreten als bergab.

Objektiv betrachtet bieten Fahrradschutzstreifen im Vergleich zu anderen Arten von Radverkehrsanlagen keinen großen Sicherheitsgewinn. Unter Umständen können sie Kraftfahrer:innen gar dazu verleiten, sich alleine an der Markierung zu orientieren und somit den vorgeschriebenen Mindestüberholabstand von 1,50 m zu unterschreiten. Doch eine bessere Art der Radverkehrsführung ist in der Gautinger Straße nicht realisierbar, und insbesondere von weniger routinierten Radler:innen werden Schutzstreifen subjektiv sicherer empfunden und laden daher zur vermehrten Fahrradnutzung ein.

Wir hoffen, dass sich dieser Effekt auch auf der Gautinger Straße zeigen wird, und dass sich die neue Verkehrsregelung bewährt und etabliert. Ein weiterer einseitiger Schutzstreifen ist am östlichen Ende der Gautinger Straße geplant.

15-Minuten-Gemeinde Weßling

von Gerhard Hippmann für Unser Dorf heute

Ende der 50er Jahre wurde die autogerechte Stadt- und Raumplanung entwickelt. Sie ist durch räumliche Trennung der Bedarfe Wohnen, Einkaufen, Arbeit und Freizeit gekennzeichnet und sieht vor, dass die damit verbundenen Mobilitätsbedürfnisse durch Pkw-Verkehr befriedigt werden. Seither verbreitete sich dieses Konzept so erfolgreich, dass es uns heute völlig normal erscheint. Indes nahm unsere Abhängigkeit vom Auto in frappierendem Maße zu: Legten die Menschen in Deutschland im Jahr 1960 noch durchschnittlich 11 km am Tag zurück, waren es 2017 39 km. Die Anzahl der Pkw wuchs unterdessen von 4,4 Mio auf heute über 48 Mio. Der damit verbundene CO2-Ausstoß und Ressourcenverbrauch sprengt längst die planetaren Grenzen – und Ortskerne ertrinken im Kfz-Verkehr.

Weil es so nicht weiter gehen kann, setzt Paris sehr konsequent auf das kluge und attraktive Konzept der 15-Minuten-Stadt. Dieses sieht vor, dass alle Grundbedürfnisse innerhalb von 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad von der Wohnung aus erfüllt werden können. Beste Voraussetzungen also für nachhaltige Mobilität und hohe Lebensqualität durch ein über viele Jahrhunderte bewährtes Prinzip, welches in den letzten Jahren durch die Megatrends Onlineshopping und Homeoffice wieder leichter realisierbar geworden ist.

Wie stehen die Chancen in der Gemeinde Weßling? In 15 Minuten können fast alle Wege im Gemeindegebiet mit dem Fahrrad oder Pedelec zurück gelegt werden. Und abgesehen von Weichselbaum sind innerhalb der Ortsteile zentrale Ziele binnen einer Viertelstunde zu Fuß erreichbar. Für Erholung und Sport steht attraktive Natur zur Verfügung. Wir hätten also eine ziemlich perfekte 15-Minuten-Gemeinde, wenn es in jedem Ortsteil Einkaufsmöglichkeiten, Kitas, Schulen und genügend viele Arbeitsplätze gäbe – wie es vor der autogerechten Stadtplanung selbstverständlich war. Dem Ideal kommen wir heute nur noch bei den Kitas nahe. Bei anderen Bedarfen sieht es hingegen vor allem in Hochstadt und Weichselbaum mau aus. Discounter und Gewerbegebiete auf der grünen Wiese, aber auch die neue Grundschule am westlichen Ende der Gemeinde sind in diesem Sinne offenkundig kontraproduktiv.

Fazit: Bei der Ortsentwicklung sollten wir enkeltaugliche Mobilität stets mitdenken.

Willkommen in Weßling

Eigentlich sollte dieser Beitrag Anfang Mai veröffentlicht werden, aber die extrem fahrradunfreundliche Baustellenbeschilderung im Meilinger Weg hätte ihn damals zur Farce werden lassen – deshalb nun mit einem Vierteljahr Verspätung.

Wer öfters auf unbekannten Wander- oder Radwegen unterwegs ist, kennt das Phänomen: Eine neue Ortschaft ist erreicht, aber es ist unklar welche. Straßen für den Kfz-Verkehr sind stets mit Ortstafeln ausgestattet, Wege für aktiv mobile Menschen hingegen oft nicht. So auch der in den Meilinger Weg führende Geh- und Radweg aus Richtung Herrsching, von dem aus die Ortstafel der parallel verlaufenden Hauptstraße nicht einsehbar ist.

Seit Mai gehört diese Beschilderung aus Windschutzscheibenperspektive der Vergangenheit an. Auf Höhe des Skaterplatzes wurde eine spezielle Ortstafel für den Fuß- und Radverkehr installiert, die dem offiziellen Verkehrszeichen 310 ähnelt, aber hinsichtlich Abmessungen und Farbgebung der Radwegweisung zuzuordnen ist – sehr schick!

Auch an der nördlichen Ortseinfahrt aus Richtung Gilching gibt es gute Neuigkeiten: Nach jahrelangen zähen Verhandlungen mit Landratsamt und Straßenbauamt ist es endlich gelungen, die Furt des Geh- und Radwegs an der Einmündung Nelkenweg rot zu markieren. Denn was andernorts selbstverständlicher Standard ist, findet bei den für den Landkreis STA zuständigen Behörden nur ausnahmsweise Zustimmung. So wurde beispielsweise argumentiert, die Rotmarkierung sei gefährlich rutschig, in der StVO nicht vorgesehen oder wegen ausreichender Sicherheit einfach unnötig. Erfreulicherweise gehören diese Diskussionen nun der Vergangenheit an, denn nun sind alle vier kritischen Furten (Nelkenweg, Buchenweg, Neuhochstadter Straße, Aldi) in der Gemeinde Weßling rot markiert.

Radlständer-Vergleichstest 2021

Gut Mischenried: Einzige überdachte Abstellanlage für Kund:innen, mit ungewöhnlichen Lenkerhaltern

Einer der wichtigsten Treiber für den immer problematischeren Siegeszug des Autos ist die systematische Bereitstellung von Stellplätzen und Parkraum. Seit Ende der 30er Jahre schreiben Stellplatzverordnungen minutiös vor, wie viele Kfz-Stellplätze bei jedem Bauvorhaben mindestens herzustellen sind. Und seit dem Bremer Laternenparkerurteil aus dem Jahr 1966 ist das ständige Lagern von Autos auf öffentlichen Straßen stets erlaubt, sofern es keinen Anordnungsgrund für ein Haltverbot gibt. Nur mit der Etablierung dieser extrem aufwändigen, in Beton gegossenen Infrastruktur konnte das Auto trotz seiner miserablen Flächeneffizienz zum Massenverkehrsmittel entwickelt werden. Heute erscheint die Förderung des Kraftverkehrs völlig aus der Zeit gefallen, wird durch Politik und Behörden aber dennoch mit unvermindertem Eifer fortgeführt.

Anders sieht es beim Radverkehr aus: Die Bereitstellung von Abstellanlagen für Fahrräder ist nur vereinzelt durch kommunale Satzungen geregelt, welche zudem nicht immer konsequent angewendet werden. Die für die Attraktivität des Radverkehrs wichtige Verfügbarkeit qualitativ und quantitativ überzeugender Fahrradparker hängt daher meist vom guten Willen von Bauherren, Geschäftsleuten und öffentlichen Einrichtungen ab. Das gilt auch für die Gemeinde Weßling, denn die am 11. Mai 2016 vom Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Energie und Mobilität beschlossene Aufnahme von Fahrradabstellplätzen in die Stellplatzsatzung wurde bis heute nicht umgesetzt.

Die Mobilitätswende hatte bereits in den Jahren 2014, 2015 und 2016 Radlständer-Vergleichstests durchgeführt, um die Abstellanlagen in der Gemeinde Weßling zu bewerten. Dabei konnten allerdings nur geringe Unterschiede zwischen den Jahren festgestellt werden, sodass diese neue Auflage des Vergleichstests nach einem Zeitraum von fünf Jahren erscheint. Die in der ersten Ausgabe ausführlich beschriebenen Kriterien sowie das auf Schulnoten basierende Bewertungsschema bleiben unverändert.

Öffentliche Radlständer

Neuer Radlständer im Friedhof Grünsinker Straße

Bei den Radlständern öffentlicher Einrichtungen gibt es erstaunlich wenig Änderung. Zwar kamen beim Friedhof in der Grünsinker Straße vier und beim alten Rathaus Weßling zwei neue Abstellplätze hinzu, allerdings wurden beim Hort vier und bei der Kinderkrippe Vogelnest zwei entfernt, sodass die Gesamtanzahl unverändert bei 450 liegt. Auch die durchschnittliche Gesamtnote von 3,3 bleibt gleich. Immerhin sind nun 37 von 47 Einrichtungen mit einer Abstellanlage ausgestattet, aber nur fünf davon werden als gut bewertet.

Der größte Handlungsbedarf herrscht zweifellos am Bahnhof. Hier sind in den kommenden Jahren deutliche Fortschritte zu erwarten, denn die Umsetzung der Erneuerung der Abstellanlagen ist bereits im Gang. Der weitere Zeitplan ist jedoch ungewiss, da die Gemeinde auf Gestattungsverträge der Bahn angewiesen ist, welche wiederum von der Planung des bevorstehenden Bahnhofumbaus abhängen.

Radlständer für Kund:innen

Bei den Radlständern für Kund:innen gibt es mehr Veränderung. Das liegt aber nicht an einem gesteigerten Engagement der Gewerbetreibenden, sondern an Eröffnungen bzw. Schließungen sowie Um- und Neubauten. So gab es während der Erhebung im Mai beim Gasthof Schuster (Schließung und Abriss), Hotel Post (Abriss und Neubau) sowie beim Hotel Seehof (Neugestaltung des Außenbereichs) keine Abstellanlagen mehr. Bei letzteren besteht Hoffnung, dass schon bald qualitativ hochwertige Radlständer in ausreichender Anzahl installiert werden. Immerhin 20 neue Abstellplätze kamen in die Wertung, weil erstmalig das Gut Mischenried in die Erhebung einbezogen wurde. Die Hälfte davon ist sogar mit einer Überdachung ausgestattet, was in dieser Kategorie leider einmalig ist.

Neuer Radlständer beim Edeka

Der Edeka-Markt ist das wohl am stärksten von Radler:innen frequentierte Geschäft in Weßling. Hier wurde der alte, ramponierte Radlständer mit 11 Plätzen durch einen zweiten Sechsfach-Parker ersetzt. Das ist aufgrund des Diebstahlschutzes durchaus ein Fortschritt, Gesamtanzahl und Seitenabstand sind allerdings nach wie vor nicht überzeugend. Außerdem gibt es einen neuen Anlehnbügel bei der SB-Geschäftsstelle der Sparkasse, drei neue Abstellplätze beim Amselcafé, fünf im MK-Gesundheitszentrum sowie einige marginale Änderungen bei anderen Geschäften. Verschwunden sind indes die Radlständer bei Hof Art, der Schreinerei Leutenbauer sowie der Spenglerei/Dachdeckerei Bernlochner. In der Gesamtbilanz reduzierte sich die Anzahl der Abstellplätze von 220 auf 204, wobei die Gesamtnote unverändert bei 3,6 liegt.

Manche Fahrradparker sind bis zur Unbenutzbarkeit verstellt

Es ist bekannt, dass radelnde Kund:innen dem lokalen Einzelhandel treuer bleiben, mehr Umsatz generieren und keine Pkw-Stellplätze beanspruchen. Daher ist schwer nachvollziehbar, warum nur 41 von 79 Gewerbetreibenden Fahrradabstellplätze anbieten, von denen gerade einmal fünf mit gut und kein einziger mit sehr gut bewertet werden. Nicht selten sind Radlständer verwahrlost, verstellt oder kaum auffindbar. Hier ist in Sachen Wertschätzung und Fahrradfreundlichkeit noch viel Luft nach oben. Hoffentlich verbessert sich die Lage in Zukunft durch die angekündigte Förderung von Abstellanlagen im Einzelhandel im Rahmen des nationalen Radverkehrsplans 3.0. Die Mobilitätswende bietet nach wie vor an, bei Planung und Auswahl von Radlständern beratend zur Seite zu stehen.

Auswertung

Auswertung der Kategorie: Öffentlich

Auswertung der Kategorie: Für Kund:innen

Auswertung als Tabellendokument

Fazit

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Situation hinsichtlich Fahrradabstellanlagen nicht verbessert. Kleine Verbesserungen bei den öffentlichen Einrichtungen werden von Verschlechterungen bei den Gewerbetreibenden überkompensiert. Damit Weßling tatsächlich eine fahrradfreundliche Gemeinde wird, muss in Sachen Radlständer noch viel passieren.

Containerdorf: Hochwertigste Radlständer in der Gemeinde

Die qualitativ hochwertigsten Radlständer in der Gemeinde gibt es übrigens dank einer Initiative des Integrationspunkt Weßling im Containerdorf für Geflüchtete, freilich außerhalb der Bewertungskategorien dieses Vergleichstests. Hier fehlt nur ein (aufgrund von Bestimmungen nicht zulässiger) Witterungsschutz. Eine dermaßen optimale Lösung, die erstmalig eine Bewertung mit der Note eins verdient, ist immerhin für die Abstellanlagen am Bahnhof in Aussicht.

Fahrradunfreundlicher geht es nicht

E-Mail vom 13. April 2021 an die Radverkehrsbeauftragte des Landkreises Starnberg

Sehr geehrte Frau S.,

am Meilinger Weg in Weßling, Teil der überörtlichen Radroute Herrsching – Weßling – Gilching, errichtet die Gemeinde Weßling ein neues Schulgebäude. Wegen des Baustellenverkehrs wurde die dortige Fahrradstraße aufgehoben und das Schild „Radfahrer absteigen“ angebracht. Damit dürfen Kfz in diesem Bereich statt bisher 30 jetzt 50 km/h fahren, während Radfahrer absteigen und 260 m schiebend zurücklegen sollen.

Diese Regelung ist eines „fahrradfreundlichen“ Landkreises keinesfalls würdig! Die Baustellenrichtlinien der AGFK sehen auch an Baustellen durchgängige Fahrspuren für Radfahrer vor. Es ist zu erwarten, dass das Absteigegebot von den Radfahrern nicht beachtet wird – wie auch Autofahrer ein Schild „Autofahrer aussteigen“ oder Fußgänger ein Schild „Fußgänger stehen bleiben“ nicht beachten würden.

Um im Bereich der Baustelle die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer sicherzustellen, sollte ein Tempolimit von 10 km/h angeordnet werden. Die Beschränkung sollte auf Werktage beschränkt werden, da an Wochenenden und Feiertagen einerseits kein Baustellenverkehr stattfindet und andererseits dann besonders viele Freizeitradler unterwegs sind. Der Bauaufsicht sollte vorgegeben werden, dass Verschmutzungen jeweils unverzüglich zu beseitigen sind.

Alternativ könnte geprüft werden, den Radverkehr über die parallel verlaufende Hauptstraße zu leiten, dort die Fahrbahn für Kfz zu verengen und eine gesicherte Fahrradspur anzulegen.

Ich bitte sehr darum hier unverzüglich für eine fahrradfreundliche Regelung zu sorgen und dabei zu bedenken, dass die Regelung mit Sicherheit für viele Monate gelten wird.

Mit freundlichen Grüßen,
Gerhard Sailer
Mobilitätswende Weßling

Antwort vom 13. April 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider steht unsere Radverkehrsbeauftragte kurzfristig für einen längeren Zeitraum nicht zur Verfügung. Daher bitten wir um Ihr Verständnis, dass es ggf. zu einer längeren Bearbeitungszeit kommen kann. Wir werden Ihr Anliegen so schnell wie möglich bearbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
Stabsstelle Verkehrsmanagement

Update vom 16. Juli 2021

Nach mehr als drei Monaten wurden die Zusatzzeichen „Radfahrer absteigen“ diese Woche endlich von der Gemeinde entfernt. Das Landratsamt hatte sich allerdings nicht um diese Sache gekümmert, und die Verkehrspolizei hatte die vorgeschlagene Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h auf Rückfrage entschieden abgelehnt. „Beschränkung des fließenden Verkehrs“ setzen die Behörden offenbar selbst auf einer hoch priorisierten Radroute mit „Beschränkung des Kfz-Verkehrs“ gleich, während der Radverkehr weiterhin wie selbstverständlich marginalisiert wird.

Unterdessen hatten Verkehrswende-Aktivisten die Initiative ergriffen und für eine Gleichberechtigung der Verkehrsteilnehmer:innen im Meilinger Weg gesorgt:

Rückenwind für den Radverkehr

Lastenpedelec LaRa 1 mit Anhänger im Einsatz

Im ersten Quartal 2021 hat der Gemeinderat Weßling einige Entscheidungen getroffen, die den Fuß- und Radverkehr voran bringen.

Geschwindigkeitsbeschränkung Grünsinker Straße

Seit die Grünsinker Straße für den Durchgangs-Kfz-Verkehr gesperrt ist, wird sie überwiegend von Fußgänger:innen und Radler:innen genutzt. Bei schönem Wetter lässt sich erfreulicherweise beobachten, wie Menschen zahlreich die ehemalige Staatsstraße zurück erobern. Allerdings handelt es sich baulich und rechtlich nach wie vor um eine Landstraße, auf der 100 km/h schnell gefahren werden kann und darf.

Der Gemeinderat sprach sich am 19. Januar mit großer Mehrheit für eine Geschwindigkeitsbegrenzung aus. Zwischen Ortstafel und Waldrand soll auf 60 km/h und im Wald auf 30 km/h, jeweils mit Zusatzzeichen „Achtung Fußgänger“ beschränkt werden. Diese Maßnahme erfordert allerdings noch eine Zustimmung vom Landratsamt, welche leider nicht selbstverständlich ist.

Schutzstreifen Gautinger Straße

Die nordwestliche Gautinger Straße ist zwischen den Einmündungen Hauptstraße und Adelbergweg durchwegs mindestens 6,0 m breit. Damit ist genug Platz für die Einrichtung eines einseitigen Fahrradschutzstreifens vorhanden. Diese Maßnahme ist sinnvoll in Richtung Oberpfaffenhofen, weil aufgrund der Steigung besonders große Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Radler:innen und Kfz auftreten. Der Gemeinderat befürwortete diesen Vorschlag am 23. Februar einstimmig.

Mit dem Beschluss ist ein erster wichtiger Schritt getan. Die Maßnahme muss aber noch durch das Landratsamt genehmigt werden. Die Chancen dafür stehen wahrscheinlich nicht schlecht, weil der Landkreis zurzeit die Einrichtung von Schutzstreifen forciert.

Unterführung Mitterwiese

Unterbrochener Wirtschaftsweg an der Mitterwiese

Durch den Bau der Umfahrung Weßling wurde der bei Wander:innen und Radler:innen sehr beliebte Waldweg von Weßling nach Steinebach über die Mitterwiese und den Golfplatz durchtrennt. Seitdem muss der Radverkehr 120 m auf der Umfahrung fahren und dann nach links abbiegen, um auf die andere Seite zu kommen – lebensgefährlich bei zulässigen 100 km/h für den Kraftverkehr. Der Gemeinderat sprach sich am 23. Februar einstimmig und mit Nachdruck dafür aus, den Bau einer Unterführung für den Fuß- und Radverkehr anzugehen (Artikel Süddeutsche und Merkur).

Auch in dieser Sache ist eine Umsetzung durchaus wahrscheinlich, denn niemand hat sich bisher dagegen ausgesprochen, und für das Vorhaben kann voraussichtlich eine hilfreiche Förderung beantragt werden.

Förderprogramm für Lastenräder und Fahrradanhänger

Förderprogramme für Lastenräder und Fahrradanhänger werden von vielen Kommunen angeboten und erfreuen sich bei Bürgerinnen und Bürgern großer Beliebtheit. Diese Maßnahmen haben den Charme, dass sie tatsächlich das Potenzial haben, Autofahrten bzw. Zweit- und Drittwagen zu ersetzen. Das wird mit jeder Fahrt sichtbar gemacht, sodass sich solche Förderprogramme selbst verstärken.

Am 17. März beschloss der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Energie und Mobilität mit deutlicher Mehrheit, auch in der Gemeinde Weßling Lastenräder (Zuschuss 500 €) und Fahrradanhänger (150 €) zu fördern.

Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen

Ebenfalls am 17. März wurde einstimmig beschlossen, dass die Gemeinde der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK) beitritt und somit eine Zertifizierung als fahrradfreundliche Gemeinde anstrebt. Dieses Ziel vor Augen wird in den kommenden Jahren sicherlich hilfreich und motivierend sein.

Kreuzung Meilinger/Steinebacher Weg

Fahrradfreundlichere Vorfahrtsregelung an der Kreuzung Meilinger/Steinebacher Weg

Es kommt selten vor, dass eine Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs im Konzept für das Alltagsradroutennetz STA enthalten ist und sowohl vom Landratsamt, als auch von der Verkehrspolizei ausdrücklich begrüßt wird. Dies ist der Fall an der Kreuzung Meilinger/Steinebacher Weg, wo der Radverkehr auf der Radroute Herrsching-München mit höchster Priorität auf einer Fahrradstraße geführt wird. Alles spricht daher dafür, den Meilinger Weg zu bevorrechtigen oder wenigstens die Stop-Beschilderung durch „Vorfahrt gewähren“ zu ersetzen.

Aus schwer nachvollziehbaren Gründen fand diese Lösung am 19. Januar aber keine Mehrheit im Gemeinderat. Weil sich die Beschilderung durch den Bau der Grundschule mittelfristig sowieso ändern wird, ist diese Fehlentscheidung aber verschmerzbar.

Insgesamt gibt es zurzeit in der Gemeindepolitik also viel Schwung für den Radverkehr. Damit die Maßnahmen umgesetzt werden, müssen allerdings noch die übergeordneten Behörden mitspielen und die Gemeindeverwaltung ihre Hausaufgaben machen. Wir drücken die Daumen, dass das in allen Fällen gelingt!

Windschutzscheibenperspektive

Die Straßenausstattung der Gemeinde Weßling hat häufig alleine den Kraftverkehr im Blick. So wird der verträgliche, nicht motorisierte Verkehr nicht nur durch die überholte Straßenverkehrsordnung, sondern zusätzlich aufgrund ihrer autozentrierten Umsetzung benachteiligt. Dabei werden Fußgänger:innen und Radler:innen sicherlich nicht bewusst diskriminiert, sondern aufgrund subjektiver Wahrnehmung in den zuständigen Behörden unabsichtlich übersehen. So bleibt im Unterbewusstsein der Verkehrsteilnehmer:innen der Kraftverkehr das Maß der Dinge – und die soziale Inklusion nicht motorisierter Menschen ist nicht gewährleistet.

Wo bin ich?

Wer zu Fuß oder mit dem Radl auf dem Geh- und Radweg aus Richtung Delling kommt, erspäht zunächst links Sportstätten, um dann nach einem Gefälle mit einem Stop-Verkehrszeichen in unserer Gemeinde begrüßt zu werden. Da es keine Ortstafel gibt tappen Ortsfremde im Dunkeln, in welchem Ort sie sich befinden. Es versteht sich von selbst, dass an der parallel verlaufenden Hauptstraße eine Ortstafel steht, die allerdings vom Meilinger Weg aus nicht einsehbar ist.

Am Ende der Welt

Die Grünsinker Straße ist hinter der Grünsinker Kapelle für den Kfz-Verkehr gesperrt, stellt aber eine bedeutende Radverkehrsverbindung nach Etterschlag und Schluifeld/Steinebach dar. Dennoch fehlt auf der Ortstafel an der Weßlinger Ortsausfahrt die Angabe der nächsten Ortschaft – die Beschilderung erfolgte offenbar allein aus Sicht des hier eigentlich unbedeutenden Kraftverkehrs.

Radweggenehmigungspflicht

Wer dennoch weiter in Richtung Grünsink radelt, trifft auf das Verkehrszeichen „Gemeinsamer Geh- und Radweg“ mit Zusatzzeichen „Durchfahrt nur mit Genehmigung“. Das macht zwar aus Windschutzscheibenperspektive Sinn, doch für Radlerinnen und Radler ist völlig rätselhaft, warum sie eine Genehmigung für die Durchfahrt brauchen und wie sie diese bekommen können.

Geheimnisvolle Straßennamen

An der Ortsausfahrt in Richtung Gilching auf Höhe der Einmündung Nelkenweg geht die Hauptstraße in die Münchener Straße über. Wie üblich werden hier die Verkehrsteilnehmer:innen mit entsprechenden Straßennamensschildern informiert. Diese sind allerdings einseitig ausgeführt, sodass sie nur für den Kfz-Verkehr ablesbar sind. Benutzer:innen des stark frequentierten Geh- und Radwegs wurden einmal mehr nicht berücksichtigt.

Spieglein, Spieglein

Im Leitgarten befindet sich an der Einmündung in die vorfahrtsberechtigte Hochstadter Straße ein Verkehrsspiegel, der die Sicht in Richtung Süden verbessert. Obwohl vom gegenüber liegenden Ende des Weges zur Ettenhofener Straße die Sichtbeziehung nach Norden noch wesentlich schlechter ist, suchen Fußgänger:innen und Radler:innen dort vergeblich nach einem Verkehrsspiegel. Anscheinend sind nur motorisierte Verkehrsteilnehmer:innen diesen Aufwand wert.

Richtungsweisend

Als die Bahnhofstraße zur Einbahnstraße erklärt wurde, war der Radverkehr von Beginn an auch in Gegenrichtung zugelassen – sehr gut! Allerdings wurden dieses Jahr zur Verdeutlichung bzw. Erinnerung Richtungspfeilmarkierungen ergänzt, die einmal mehr völlig sinnfrei für den Radverkehr sind.

Auch die Beschilderungen zur vorgeschriebenen Fahrtrichtung in sämtlichen Einmündungen sind für Radler:innen einfach Nonsens.

Diese Beispiele belegen nicht nur, dass auch in der Gemeinde Weßling unter Verkehr häufig nur Kraftverkehr verstanden wird. Sie verdeutlichen auch, wie bedeutsam die Einrichtung der ersten Fahrradstraße ist, denn sie stellt ein klares Bekenntnis zum Ziel „nichtmotorisierter Verkehr wird bevorzugt“ aus dem Leitbild der Gemeinde dar. Insofern besteht Hoffnung, dass die genannten Mängel in absehbarer Zeit beseitigt werden.