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Es ist noch keine Verkehrswende, wenn wir jeden Verbrenner durch ein E-Auto ersetzen. Es geht darum, dem Auto auch öffentliche Räume zu entreißen. Unsere Städte sind keine Parkplätze, Städte sind Orte zum Leben. Es sind Städte für Menschen und nicht Städte für Autos.

Aus einem Interview mit Helmut Dedy, Hautgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, September 2020.

Wer eine Trompete kauft, der weiß, dass er sie nicht an jedem beliebigen Ort und zu jeder Zeit benützen kann. Mit dem Auto wird es künftig nicht anders sein.

Hans-Joachim Vogel, Oberbürgermeister von München 1960 bis 1972.

Die Mobilitätswende ist für uns Teil einer notwendigen sozialökologischen Transformation, die neben der Frage der Mobilität folgende radikale Kurswechsel umfasst: eine Energiewende, die erneuerbare Energien in Bürger:innenhand setzt, eine Agrarwende, die statt exportgetriebener Massenproduktion auf die Förderung ökologisch-solidarischer Landwirtschaft setzt und eine industrielle Abrüstung, in der überflüssige – zuallererst Rüstung – durch gesellschaftlich nützliche Produktion ersetzt wird.

Aus der Einleitung des AttacBasisTexts Klimagerechte Mobilität für alle von Achim Heier, 2020.

Noch niemand ist vorwärts gekommen, indem er rückwärts gelaufen ist. Wir sollten die Gunst der Stunde für die Verkehrswende nutzen, alles andere wäre eine verpasste Chance.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann bei der Veranstaltung MobilitätsIMPULSE am 20. Mai 2020.