Stummer Schrei nach friedlichen Straßen

Bei einer Rundfahrt durch die Weßlinger Ortsteile entdeckte die Mobilitätswende 29 inoffizielle (straßenverkehrsrechtlich nicht maßgebliche) Beschilderungen, die Kraftfahrer zu erhöhter Aufmerksamkeit und reduzierter Fahrgeschwindigkeit motivieren sollen. Alle Schilder berufen sich auf Kinder, für die sich der Kfz-Verkehr in besonders hohem Maße lebensbedrohlich und bewegungseinschränkend darstellt. Diese Problematik wird offenbar vielen Eltern bewusst, sobald der eigene Nachwuchs beginnt, sich selbständig fortzubewegen.

Polizei, Verkehrswacht und Autoclubs wollen Kinder so früh wie möglich durch Verkehrserziehung an die bestehenden Verkehrsverhältnisse, nach denen möglichst ungehinderter Kraftverkehr höchste Priorität genießt, anpassen. Ziel ist es (oft unbewusst), die offenbar auch in Weßling immer lauter werdenden Forderungen nach menschenfreundlicher Gestaltung des öffentlichen Raums weiterhin zu marginalisieren, sodass auch in Zukunft freie Fahrt für freie Kraftfahrer gewährleistet werden kann.

Die Mobilitätswende sieht Verkehrserziehung daher kritisch und setzt sich für Maßnahmen ein, die den Kfz-Verkehr beschränken und lokale Mobilitätsgerechtigkeit für Kinder, Senioren, Behinderte, Fußgänger und Radfahrer stärken:

In der Gemeinde Weßling, wo es mehr Kfz als volljährige Einwohner gibt, ist das ein Kampf gegen Windmühlen – aber der Wind dreht sich!

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