Archiv des Autors: Gerhard Hippmann

Bushaltestelle am Hort

Die Bushaltestelle Hochstadt Schule liegt direkt gegenüber dem Hort Villa Kunterbunt in Hochstadt. Dort halten die Busse der Linie 955 von Starnberg über Weßling nach Gilching mit Halt in der Neuhochstadter Straße, in Oberpfaffenhofen und am Bahnhof Weßling.

Mehr als 100 Schulkinder besuchen den Hort und werden täglich nach der Schule mit einem Schulbus nach Hochstadt gebracht. Fast alle Kinder werden von Eltern in Privat-Pkws nach Oberpfaffenhofen oder Weßling zurück geholt. Das kostet viel Zeit und Energie und sorgt für eine Menge zusätzlichen Straßenverkehr mit all seinen Nachteilen. Außerdem wird den Passagieren im Grundschulalter wieder und wieder nichtnachhaltige Mobilität vorgelebt.

Zurzeit benutzen nur einige wenige Kinder den Bus der Linie 955 für den Heimweg. Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens fährt dieser Bus am späten Nachmittag nur einmal um 16:46 Uhr, und zweitens besteht die Haltestelle aus einem extrem schmalen Gehweg und erfüllt daher nicht annähernd die Sicherheitsanforderungen für Kinder im Grundschulalter.

Aber es besteht begründete Hoffnung, dass sich die Situation grundlegend verbessert. Denn im Rahmen des Ausbaus des Busangebots im Landkreis wird die Linie 955 ab Dezember im Stundentakt von Hochstadt nach Weßling fahren. Und die Haltestelle kann durch bauliche Maßnahmen abgesichert werden – wenn sich die Gemeindeverwaltung darum kümmert.

Um dies zu erreichen, führt die Mobilitätswende zusammen mit dem Elternbeirat des Horts die Unterschriftenaktion „Die Bushaltestelle am Hort muss sicherer werden!” durch. Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, die Absicherung der Haltestelle mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Die Listen hängen im Vorraum des Horts aus.

Rückblick auf das zweite Jahr

2014 war das zweite Jahr der Ende 2012 gegründeten Mobilitätswende Weßling. Wie im Vorjahr setzte sie sich mit zahlreichen Projekten und Aktivitäten für Rad- und Fußverkehr sowie öffentlichen Personennahverkehr, kurzum zukunftsfähige Mobilität in Weßling ein.

Radverkehrsbeauftragte

Auf Anregung der Mobilitätswende ernannte Bürgermeister Michael Muther im Februar Frau S. zur Radverkehrsbeauftragten der Gemeinde Weßling. Damit nimmt Weßling eine Vorreiterrolle im Landkreis Starnberg ein und erfüllt ein wichtiges Kriterium für die AGFK-Zertifizierung als Fahrradfreundliche Kommune. Die Mobilitätswende pflegt einen regen Informationsaustausch mit Frau S. und unterstützt sie gerne in ihrer neuen Funktion.

Radverkehrskonzept

Im März legte die Mobilitätswende ein Radverkehrskonzept für die Gemeinde Weßling vor. Unter dem Titel „Weßling auf dem Weg zur Fahrradfreundlichen Kommune” enthält es eine Zusammenstellung von Problempunkten und Verbesserungsvorschlägen für den Radverkehr im Gemeindegebiet.

Zu Fuß zur Schule

Wie schon im Jahr 2013 unterstützte die Mobilitätswende im Frühjahr wieder die Aktion Zu Fuß zur Schule durch die technische Umsetzung und den Aushang einer Plakatserie. Die zwölf hübschen Motive wurden von Schülerinnen und Schülern der Weßlinger Grundschulen gestaltet.

Radlständer-Vergleichstest

Ende Mai veröffentlichte die Mobilitätswende einen Radlständer-Vergleichstest, in dem die Fahrradabstellanlagen in Weßling nach den Kriterien Kapazität, Standort, Kompatibilität, Stellfläche, Standfestigkeit, Diebstahl- und Witterungsschutz bewertet wurden. Das Ergebnis bestätigte den subjektiven Eindruck: Die große Mehrzahl der 95 getesteten Radlständer konnte nicht überzeugen, und kein einziger genügte der Zertifizierung „ADFC-geprüfte Qualität”.

Willkommensradltouren

Im Jahr 2014 wurde nur eine einzige Willkommensradltour für Neubürger nachgefragt und auch durchgeführt. Leider gelingt es offenbar kaum, neue Mitbürger zu erreichen und/oder zur Teilnahme zu bewegen.

STAdtradeln

Einmal mehr engagierte sich die Mobilitätswende beim STAdtradeln sowohl für die Gemeinde, als auch auf Landkreisebene. Das durchwachsene Wetter während des Aktionszeitraums und eine gewisse Konsolidierung bei den Teilnehmern sorgten erstmalig für schwächere Ergebnisse als im Vorjahr. Weßling schlug sich mit unveränderter Teilnehmerzahl und dem bundesweit zweiten Platz in der Wertung Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern pro EinwohnerIn dennoch tapfer.

Radlständer am Kiosk

Mit ihrem Bundessieg beim Stadtradeln 2013 hatten die Weßlinger Radler eine hochwertige Fahrradabstellanlage gewonnen. Sie wurde im Juli beim Kiosk am See montiert und eingeweiht.

Tempo-30-Konzept

Das bereits im Herbst 2013 vorgestellte Tempo-30-Konzept wurde nach einer Stellungnahme der Unteren Verkehrsbehörde noch einmal überarbeitet und liegt der Gemeindeverwaltung seit September in einer beschlussfertigen Fassung vor.

Repair Café und Spezialradeln

Im Oktober unterstützte die Mobilitätswende die SoKo Weßling bei der Gestaltung und der Durchführung der dritten Klimaschutzwoche zum Thema Nachhaltigkeit. Mit einem Repair Café und der Aktion Spezialradeln wurden den Besuchern praxisnahe Bausteine zukunftsfähiger Lebensstile vorgestellt.

Weitere Aktivitäten

Die Erneuerung der Radlständer am Bahnhof liegt leider weiterhin auf Eis, weil nach wie vor nicht feststeht, wie das Areal durch die DB und das Städtebauprogramm umgestaltet werden wird. Die Mobilitätswende setzt sich auch für fuß- und radverkehrsfreundliche Lösungen für den barrierefreien Bahnsteigzugang, die Sanierung der Hochstadter Straße und die Westumfahrung ein. Weiter arbeitet sie im Arbeitskreis Radverkehr der Unteren Verkehrsbehörde, im ADFC-Kreisverband STA und im VCD-Kreisverband FFB-STA mit. Und ferner vertritt sie in Diskussionen und Leserbriefen eine Position für nachhaltige Mobilität.

Fazit

Das Engagement für eine Mobilitätswende in Weßling gleicht weiterhin einem Kampf gegen Windmühlen. Obwohl eigentlich ein breiter Konsens über die Unerträglichkeit des Kfz-Verkehrs besteht, ist das Gros der Weßlinger nicht bereit, das persönliche Mobilitätsverhalten zu überdenken. So kann es aber weder gelingen, die Hauptstraße zu beruhigen, noch die Energiewende zu meistern. Die Mobilitätswende wird weiterhin versuchen, durch Förderung von Fuß- und Radverkehr sowie des ÖPNV Grundlagen für zukunftsfähige Mobilität zu schaffen und auszubauen.

Wendegleis fördert autofreies Pendeln

Leserbrief zum Artikel Anwohner schalten Ministerium ein in der Süddeutschen Zeitung vom 2. Dezember 2014

In der Diskussion über das Wendegleis am Weßlinger Bahnhof ist es an der Zeit, denen eine Stimme zu geben, die den Bahnhofsumbau befürworten. Die überwiegende Mehrheit der Weßlinger profitiert in erheblichem Maße von der damit verbundenen Taktverstärkung und der Fahrzeitverkürzung. Allen voran diejenigen, die täglich nach München pendeln. Für sie bedeutet der geplante Einsatz der Express-S-Bahn eine erhebliche tägliche Zeitersparnis. Die S-Bahn wird so für noch mehr Menschen zu einer ernst zu nehmenden Alternative zum Auto. Und zwar von Herrsching, Seefeld oder Steinebach aus, denn wer dort einsteigt, fährt ab Weßling ohne Umsteigen Express und verschwendet keine Zeit mit Parkplatzsuche. Das Parkplatzangebot in Weßling wird ja nicht vergrößert, während zukünftig die Busanbindung wesentlich verbessert und hoffentlich auch bald das Stellplatzangebot für Fahrräder modernisiert und erweitert wird.

Die vielen Vorteile des Bahnhofumbaus mit Wendegleis kommen bei den Gegnern zu kurz. Der Gesprächstermin im Wirtschaftsministerium sollte genutzt werden, um konstruktive Lösungen für die von den Anwohnern befürchteten Probleme wie Lärm oder ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zu finden. Eine bloße Verschiebung des Projekts in die Nachbargemeinde ist kontraproduktiv.

Astrid Kahle
Mobilitätswende Weßling

Repair Café und Spezialradeln

Vom Montag 20. bis Sonntag 26. Oktober findet die dritte Klimaschutzwoche der SoKo Weßling mit dem Thema Nachhaltigkeit statt. Das umfangreiche Programm beinhaltet Workshops und einen Vortrag von Wolfgang Pekny von der Plattform Footprint, eine Podiumsdiskussion und einen Familiennachmittag. Die Mobilitätswende unterstützt die SoKo durch zwei Aktionen:

Repair Café

Die Übernutzung der Erde steht in engem Zusammenhang mit werbestimuliertem Modekonsum und Wegwerfmentalität. Das in den Niederlanden erfundene Erfolgsmodell Repair Café stellt sich gegen diese Trends: Ehrenamtliche Reparaturspezialisten versuchen meist erfolgreich, von Besuchern mitgebrachte Produkte gemeinsam instandzusetzen. Dabei lernen Menschen, ihre Dinge mit anderen Augen zu sehen und sie wieder wertzuschätzen. Reparieren leistet einen Beitrag zur Mentalitätsveränderung, die für die Schaffung einer breiten Akzeptanz für eine nachhaltige Gesellschaft erforderlich ist. Im Mittelpunkt steht jedoch, dass Reparieren Spaß macht und meistens ganz einfach ist! Beim Repair Café der Klimaschutzwoche (am Samstag 25. Oktober von 13 bis 17 Uhr im Pfarrstadel) werden Stationen für Elektrokleingeräte, Fahrräder, Computer, Holz/Metall und Kleidung angeboten.

Spezialradeln

Fahrradfahren ist die mit Abstand energieeffizienteste Fortbewegungsart. Beim Spezialradeln (am Sonntag 26. Oktober von 13 bis 17 Uhr beim Pfarrstadel) stehen Sichtbarkeit und Funktionsnachweis fahrradbasierter Alltagsmobilität im Fokus. Erfahrene Radler präsentieren ihre mehr oder weniger ungewöhnlichen Fahrzeuge wie Falträder, Pendelpedelecs, Tandems, Liegeräder, Lastenräder und Anhänger und stehen Rede und Antwort zur alltäglichen Fahrradnutzung. Nach dem Motto „Steigen Sie auf!” sind die Besucher bei geeigneter Witterung eingeladen, die unzweifelhaft umweltfreundlichen und nachhaltigen Gefährte selbst auszuprobieren. Für Kinder werden Rundfahrten mit einer Rikscha angeboten.

Außerdem haben wir am Sonntag 26. Oktober Botschafter der Nachhaltigkeit eingeladen: Pioniere, die sich hier und heute ganz konkret für nachhaltiges Leben und Wirtschaften engagieren, stehen Rede und Antwort. Angefragt sind:

Wir hoffen und freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher!

Tempo-30-Konzept fertiggestellt

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Das von der Mobilitätswende erstmals im November letzten Jahres vorgestellte Tempo-30-Konzept für die Gemeinde Weßling ist beschlussfertig. Die aktuelle Fassung wurde mit dem Verkehrsberuhigung Weßling e.V. und der Gemeindeverwaltung abgestimmt. Außerdem wurden rechtliche Bedingungen und Hinweise aus einem Gutachten der Unteren Straßenverkehrsbehörde des Landkreises eingearbeitet.

Das auch als interaktive Karte verfügbare Konzept ermöglicht die Beschränkung der Geschwindigkeit auf 30 km/h auf fast allen Gemeindestraßen bei deutlicher Reduktion der Schilderanzahl und wesentlich verbesserter Homogenität der Geschwindigkeits- und Vorfahrtsregelungen. Es stellt einen großen Schritt hin zu einer menschenfreundlicheren und nachhaltigeren Mobilitätskultur dar, wie sie auch in der Rahmenplanung Hauptstraße des Büros Dragomir Stadtplanung zum Ausdruck kommt. Weitere Infos gibt es hier.

Neuer Radlständer am Kiosk

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In der Zufahrt zum Kiosk am Badestrand gibt es eine neue Abstellanlage für zehn Fahrräder. Diesen Radlständer haben die 448 Weßlinger Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Stadtradeln 2013 als Preis für Ihren bayernweit (und sogar bundesweit) ersten Platz in der Kategorie fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern pro EinwohnernIn erhalten.

Kompatibilität, Stellfläche, Standfestigkeit und Diebstahlschutz lassen keine Wünsche offen

Kompatibilität, Stellfläche, Standfestigkeit und Diebstahlschutz lassen keine Wünsche offen

Nach einer Ortsbesichtigung hatte der Gemeinderat über den Standort abgestimmt, und die Radverkehrsbeauftragte der Gemeinde hatte sich um Beschaffung und Installation gekümmert. Demnächst wird noch ein Hinweisschild angebracht werden, das auf den Bundessieg der Weßlinger hinweist.

Der Radlständer vom Typ Kappa der Münchner Firma Gronard ist die erste ADFC-zertifizierte Fahrradabstellanlage in Weßling. Er lässt hinsichtlich Kompatibilität, Stellfläche, Standfestigkeit und Diebstahlschutz keine Wünsche offen und wäre beim Radlständervergleichstest der Mobilitätswende mit der Note 1,9 als Sieger hervor gegangen.

Wir hoffen, dass dieser vorbildliche Radlständer den Weßlingerinnen und Weßlingern Anlass gibt, öfter mit dem Radl zum Kiosk bzw. Baden zu fahren, und wünschen uns, dass er andernorts zur Nachahmung anregt.

Offizielle Einweihung am 28. Juli mit Bürgermeister Michael Muther, Stifter Lothar Gronard, Gerhard Sailer, Gerhild Schenck-Heuck, anonym, Astrid Kahle, Gerhard Hippmann, Nachwuchsradler und Horst-Günter Heuck.

Radlständer-Vergleichstest

Schön urig aber völlig unbrauchbar: Il Plonner Remise

Schön urig aber weitgehend unbrauchbar: Il Plonner Remise

Fahrradabstellanlagen sind ein Teil der Radlinfrastruktur und leisten einen wichtigen Beitrag zur Fahrradfreundlichkeit einer Kommune. Gut benutzbare, sichere Radlständer in ausreichender Anzahl erhöhen die Attraktivität des Fahrrads als effizientestes Verkehrsmittel und stellen daher einen wesentlichen Baustein der Mobilitätswende dar.

Beim letzten ADFC-Fahrradklimatest 2012 beurteilten die Weßlinger Radlerinnen und Radler die Abstellanlagen in der Gemeinde mit der Schulnote 4,08. Die Mobilitätswende Weßling wollte es genauer wissen und hat einen Radlständer-Vergleichstest durchgeführt. Dafür haben wir alle 95 öffentlich zugänglichen Abstellanlagen mit insgesamt 808 Stellplätzen erfasst und hinsichtlich bestimmter Kriterien bewertet.

Für den Vergleich haben wir die Ständer drei Kategorien zugeordnet: Öffentlich steht für öffentliche Einrichtungen, für Kunden für Geschäfte und Praxen und für Besucher und Mitarbeiter für Wohnanlagen und Gewerbebetriebe ohne Ladengeschäft. Nur die beiden ersten Kategorien sind Gegenstand des Vergleichstests, weil bei letzterer auch nicht öffentlich zugängliche Abstellmöglichkeiten berücksichtigt werden müssten.

Zur Bewertung verwenden wir das Schulnotensystem. Dabei wurde die Note 6 nur vergeben, wenn gar kein Radlständer vorhanden war. Die rote Laterne teilen sich daher 23 Geschäften/Praxen und acht öffentliche Örtlichkeiten. Weiterlesen

Radverkehrskonzept für die Gemeinde Weßling

radverkerskonzept_titelbildUnter dem Titel „Weßling auf dem Weg zur Fahrradfreundlichen Kommune” stellt die Mobilitätswende ein Radverkehrskonzept für die Gemeinde Weßling vor. Darin wird dargelegt, weshalb der Radverkehr gezielt gefördert werden soll, und es werden konkrete Empfehlungen für die Gemeindeverwaltung, sowie für den Bedarf und die Gestaltung von Abstellanlagen, Serviceangeboten, überörtlichen und innerörtlichen Radverkehrsanlagen gemacht.

Das Konzept weist den Weg zur AGFK-zertifizierten Fahrradfreundlichen Kommune. Es fasst über mehrere Jahre gesammelte Erfahrungen und Ideen der alltagsradelnden Mobilitätswendemitglieder, sowie Anregungen von STAdtradelteilnehmern und Radlstammtischbesuchern zusammen. Außerdem stellt es eine Voraussetzung für die Förderung gemäß Kommunalrichtlinie der Bike&Ride-Anlage am Bahnhof dar.

Die Mobilitätswende ist sich bewusst, dass nicht alle im Radverkehrskonzept enthaltenen Maßnahmen kurzfristig und unverändert umsetzbar sind. Dennoch ist eine vollständige Zusammenstellung der Problempunkte und Verbesserungsvorschläge hilfreich für Radler, Politik und Verwaltung. Das Konzept wird regelmäßig aktualisiert werden, um stets den aktuellen Stand der Radverkehrssituation in der Gemeinde zu beschreiben. Für Anregungen und konstruktive Kritik haben wir ein offenes Ohr.

„Zu Fuß zur Schule” 2014

Wie im letzten Jahr rufen der Förderverein und das Kollegium der Grundschule Weßling ihre Schülerinnen und Schüler für drei Wochen (vom 24. März bis 11. April) zur Aktion Zu Fuß zur Schule auf. Die Kinder sollen ihre Wege während dieser Zeit (und gerne darüber hinaus) möglichst aus eigener Kraft und umweltfreundlich zurück legen. Dafür werden im Kinder- und Elternbrief zur Aktion viele gute Gründe genannt:

  • Gemeinsamer Fußmarsch macht Spaß,
  • schont die Natur,
  • fördert die Konzentration,
  • stärkt die Abwehrkräfte,
  • weniger Straßenverkehr,
  • damit weniger Gefahren und
  • schont den Geldbeutel.

Jedes Schulkind erhält einen Pass, in den es täglich mit je einem Punkt jede Strecke einträgt, die es umweltfreundlich zur Schule und wieder nach Hause gekommen ist. Dabei zählt neben Füßen, Roller und Radl auch der Schulbus. Die Eltern werden gebeten, die Aktion zu unterstützen, indem sie ihren Kindern den autofreien Schulweg ermöglichen, und die Gelegenheit nutzen, ihr eigenes Mobilitätsverhalten zu prüfen.

Am Samstag, 29. März, wird die Aktion wieder durch den Workshop Radl reparieren ergänzt. Mit Unterstützung von Auszubildenden des Vereins Werkstätte für Zweiradmechanik können Kinder und Eltern ihre Fahrräder fit für den Frühling machen. Weitere Attraktionen sind die Gestaltung von Plakaten, die Vorführung des thematisch passenden Kinofilms Die Kinder vom Napf und die gemeinsame Pflanzung eines Baums.

Die Mobilitätswende Weßling unterstützt die Aktion durch die technische Umsetzung und den Aushang einer Plakatserie. Die zwölf hübschen Motive wurden von Schülerinnen und Schülern der Weßlinger Grundschulen gestaltet.

Wir wünschen allen Beteiligten viel Spaß und Erfolg und hoffen, dass die Aktion viele Familien zu einem dauerhaften Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität anregt.

Weßling setzt Radverkehrsbeauftragte ein

Als erste Kommune im Landkreis Starnberg setzt die Gemeinde Weßling eine Radverkehrsbeauftragte ein. Bürgermeister Michael Muther hat Anfang Februar Frau S. für diese Funktion ernannt. Frau S., die ihre bisherigen Aufgabengebiete beibehält, hatte schon seit Frühjahr 2013 als Ansprechpartnerin für die Mobilitätswende Weßling agiert und sich dabei bereits bestens in das Thema Radverkehr eingearbeitet. Ausschlaggebend für ihre Ernennung war sicherlich der Bundessieg der Weßlinger Radlerinnen und Radler beim Stadtradeln 2013.
Die Mobilitätswende begrüßt diesen wegweisenden Schritt ausdrücklich und hofft, dass die anderen Landkreiskommunen bald nachziehen. Denn die vom Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verkehr des Kreistags beschlossene Planung eines landkreisweiten Alltagsradwegenetzes kann nur mit kompetenten Ansprechpartnern in den Kommunen gelingen. Außerdem ist die Einsetzung eines Radverkehrsbeauftragten Voraussetzung für die AGFK-Zertifizierung als Fahrradfreundliche Kommune in Bayern.
Wir wünschen Frau S. viel Freude und Erfolg für ihr neues Aufgabengebiet und freuen uns auf weiterhin freundliche und gedeihliche Zusammenarbeit.